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Chronik Seite 2

1990: Eden beantragt die Rückgabe des Obstverwertungsbetriebes sowie der in staatlicher Verwaltung befindlichen Häuser und Grundstücke. 

 

1991:Die Eden-Waren GmbH wird durch Verkauf von der Sandoz AG/Schweiz übernommen.

 

1992: Nach 53 Jahren des Stillstandes beschließen Vorstand und Aufsichtsrat der Eden-Genossenschaft eine Neuauflage der Edener Mitteilungen herauszugeben. Im Oktober ist bereits das erste Heft in einer Auflage von 1000 Exemplaren gedruckt, in Eden verteilt und an Freunde Edens verschickt.
 

1993:Die Eden-Genossenschaft ist 100 Jahre alt. Zahlreiche Arbeitsgruppen werden gegründet, um die „Eden-Idee“ zu erneuern. Eine Dauerausstellung zeigt die wechselvolle Geschichte der Obstbausiedlung. Der Edener Kindergarten geht in die Trägerschaft der Genossenschaft über.
 

1994: Es wird in einer „Werkstatt“ gemeinsam mit der EDEN-STIFTUNG das Planungs- und Handlungskonzept „Ökologische Siedlung Eden“ erarbeitet.

 

1995:Die in Eden gegründete Oranienburger Bürgerinitiative B 96 – umweltverträglicher Verkehr e.V. bemüht sich um eine umweltverträgliche Lösung einer geplanten Umgehungsstraße für Oranienburg.

 

Um den Anforderungen einer ökologischen Siedlung gerecht zu werden, wird eine Gartenbauberatung eingerichtet, es gründet sich die Arbeitsgruppe „Garten“.

 

Das Reformhaus Eden und die Edener Bücherei öffnen ihre Türen.

 

1996:Im Zusammenhang mit der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts gibt die Silvio-Gesell-Ausstellung eine Übersicht über Gesells Sozialreformvorschläge. Das genossenschaftliche Eden-Archiv wird Studienstätte für Wissenschaftler, Professoren, Studenten und Medienvertreter.

 

1997:Der Erhalt der Gemeinnützigkeit, die zukünftige Nutzung der Edener Marken und die Lösung der Abwasserentsorgung stehen im Mittelpunkt der Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat.
 

1998: Wechsel in der Geschäftsführung. Die Genossenschaft ist auf der Suche nach einer neuen wirtschaftlichen Betätigung.

 

1999: Im Baltzerweg 67 wird der Grundstein für den Senioren-Wohngarten Eden gelegt.
 

2000: Die Eden NaturBau GmbH und die Eden Siedlung-Verwaltungs GmbH werden gegründet. Im Herbst sind die ökologischen Häuser des Senioren-Wohngartens bezugsfertig und größtenteils vermietet.
 

2001:Grundsteinlegung für den neuen Kindergarten in ökologischer Lehmbauweise. Entwurf durch Professor Minke. Bauleitung: Eden NaturBau GmbH. 

 

Eine umweltfreundliche Holzhackschnitzel- Verbrennungsanlage für die Beheizung des Siedlungszentrums und weiterer Gebäude Edens wird eingerichtet.  

 

Im November verleiht der Bau- und Sozialausschuss der Stadtverordnetenversammlung Oranienburg der Eden-Genossenschaft eine Urkunde, mit der die Gestaltung des Umfeldes des Senioren-Wohngartens als Bereicherung des Stadtbildes gewürdigt wird.

 

Seit 06. Dezember gibt es ein Geschäft mit „Edener Naturprodukten“, anfänglich vorrangig der Eden-Waren GmbH. Es ist vorgesehen, auch Edener Säfte und frische Produkte aus Edener Gärten zu vermarkten.
 

2002: Am 21. September wird den Kindern der Neubau des Kindergartens übergeben. Das Bauwerk ist in seiner Architektur und ökologischen Bauweise etwas ganz Besonderes. Die Wände bestehen aus Holzständerwerk und einer Ausfachung mit Lehmsteinen.
 

Die Kuppel mit ihrer Spannweite von 11 Metern ist die größte gemauerte Lehmkuppel Europas. Das Dach ist begrünt.

 

Der Kuppelsaal wird auch für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen der Eden-Genossenschaft genutzt.
 

2003:Eden feiert seinen 110. Geburtstag. Aus  Anlass des Jahrestages findet eine Festwoche mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm statt.
 

In der Zeit vom 19. Dezember 2003 bis 04. Januar 2004 wird eine Ausstellung von Werken des Edener Künstlers Wilhelm Groß durchgeführt. Anlässlich seines 30. Todestages wurden in Zusammenarbeit mit dem Kreismuseum Oranienburg und seiner Geburtsstadt Schlawe zahlreiche Werke von verschiedenen Leihgebern zusammengetragen.

Am 30. November findet das erste Mal seit 70 Jahren in Eden wieder ein Weihnachtsmarkt  statt.
 

2004: Am 04. April wird im Kuppelsaal die „Eden-Galerie“ eröffnet.
 

Mit Beginn des neuen Schuljahres wird im Schulgebäude der Genossenschaft der Unterrichtsbetrieb durch die „Kinderschule Oberhavel“, einer freien Schule nach dem Konzept des französischen Pädagogen Célestin Freinet, aufgenommen.
 

Ab 01. September nimmt die „Musikwerkstatt Eden“ ihren Unterrichtsbetrieb auf. 

 

2005:Es erfolgt ein Wechsel in der Geschäftsführung.
 

2006:Seit dem 17. August strahlt das Presshaus auf dem Gelände der ehemaligen Mosterei im neuen Gewand. Es steht für genossenschaftliche, private oder geschäftliche Veranstaltungen zur Verfügung und erinnert mit seinem teilweise noch vorhandenen technischen Interieur an die frühere Nutzung.
 

Mit Stand vom Oktober 2006 wird von 33 Grundstücken, auf die ein Rückübertragungsanspruch gestellt worden war, der Bescheid auf Rückübertragung bei 12 Grundstücken bestandskräftig. In allen Fällen haben die Besitzer der enteigneten Erbbaurechte auf ihr dingliches Nutzungsrecht verzichtet und mit der Genossenschaft einen Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen. Damit kommt die Genossenschaft wieder in den Besitz der ihrer Nutzung entzogenen Grundstücke.
 

Eden wird im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland als einer von 365 Orten „Ausgewählter Ort“ im „Land der Ideen“ und präsentiert sich am 20. August  mit einem großen Erdapfel- und Paradiesapfelfest.
 

2007:Am 19. März werden von dem Künstler Gunter Demnig am Nordweg 64 fünf Gedenksteine für die von den Nationalsozialisten aus ihrem Wohnhaus vertriebene Familie Wolff  in der "Aktion Stolpersteine" verlegt, umrahmt durch einen Auftritt des Chores „Pablo Neruda“ aus Oranienburgs französischer Partnerstadt Bagnolet. Schüler aus Oranienburger Gymnasien und das Forum gegen rechte Gewalt hatten die Namen und den Leidensweg zusammengetragen.

 

2008: Der von der "Zukunftswerkstatt Eden" aufgestellte Struktur- und Entwicklungsplan wird beschlossen. Ziel ist die Neuausrichtung der Genossenschaft sowie deren wirtschaftliche Sanierung.

 

Die Satzung der Obstbausiedlung Eden (früher "Statut") wird der aktuellen Gesetzeslage angepasst.
 

Im November finden Neuwahlen für die Gremien Vorstand und Aufsichtsrat statt. Der Vorstand arbeitet nunmehr ausschließlich ehrenamtlich; die Position des Geschäftsführers ist ausgeschrieben.

 

2009:Eden ist in diesem Jahr offizieller Außenstandort der Landesgartenschau Oranienburg. Gartenfreunde öffnen für die Besucher ihre Gärten, es gibt Führungen durch die Siedlung und man kann den neu entstandenen Gesundheitsgarten sowie den Waldgarten kennen lernen. Edener und ihre Gäste treffen sich sonntags in der Eden-Ausstellung und im neuen Eden-Café.
 

Auf dem Gelände der alten Mosterei findet ein Künstlerfest statt, das zum Sehen, Berühren und Erwerben von Kunst der verschiedenen Genres einlädt. Maler, Grafiker, Bildhauer, Schmied, Keramiker, Glasgestalter, Filzer, Goldschmied, Handweber und weitere Künstler lassen sich „über die Schulter“ schauen.

 

2010:Ersatz der Holzhackschnitzelheizung durch ein neues Heizungssystem

im Zuge der ersten Sanierungsbemühungen wurde die  Gartenbauberatung eingestellt 

 

2011:die Position des Geschäftsführers wird ausgeschrieben

im November finden Neuwahlen für Vorstand und Aufsichtsrat statt

 

2012:Neubesetzung der Geschäftsführerposition 

Erarbeitung und Umsetzung eines Sanierungskonzeptes

Liquidation der Tochterunternehmen der Eden Genossenschaft

 

2013:Musikwerkstatt Eden wird in eine freie Trägerschaft überführt

Umsetzung umfangreicher Instandhaltungsmaßnahmen im Immobilienbestand der Genossenschaft

 

2014:Fortsetzung der Instandhaltungsmaßnahmen

Brginn umfangreicher Sanierungsmaßnahmen Südweg 3

1. Bauabschnitt für ein neues dezentrales Entwässerungsnetz für das Regen-und Oberflächenwasser im Kernbereich Mostereigelände

im November finden Neuwahlen für Vorstand und Aufsichtsrat statt

 

2015:  Abschluss Sanierungsarbeiten Südweg 3

2. Bauabschnitt für das dezentrale Entwässerungsnetz

Beginn Erschließungsarbeiten am Lönsweg

Beginn Umbau und Erweiterung der Räume für die Musikwerkstatt Eden

 

 

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