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Fritz Mittelstädt

Fritz Mittelstädt

 

Fritz Mittelstädt

21.08.1887 - 31.10.1975

Fritz Mittelstädt wurde am 21. August 1887 in Berlin geboren. Er wuchs in gutbürgerlichen Verhältnissen auf, eingebunden in die Tradition der Alt-Lutherischen Freikirche. Ab 1907 studierte er Malerei und Grafik, zuerst an der Städtischen Kunstgewerbeschule in Charlottenburg, dann von 1908 bis 1912 in Leipzig an der Königlichen Akademie für Grafische Künste und Buchgewerbe.

 

Die Wandervogelbewegung, der er bereits als Schüler angehörte, beeinflusste und prägte die Studienzeit des vielseitig interessierten jungen Mannes ganz entscheidend. Eine Wandervogel-Fahrtengruppe führte ihn 1910 erstmalig nach Eden. 1914 trat er der Genossenschaft bei und ließ sich in der Obstbau-Siedlung nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg heiratete er 1919 die elf Jahre jüngere Bloeck-Tochter Else. Lebte Fritz Mittelstädt bis dahin schon aus Überzeugung ohne Alkohol und Nikotin, so wurde er nun auch noch Vegetarier, gewiss seiner jungen Frau zuliebe, die keine andere Ernährungsweise kannte.

 

Fritz Mittelstädt hat als freiberuflicher Künstler das optische Erscheinungsbild Edens über Jahrzehnte hinweg geprägt. Er entwarf zahlreiche Werbemittel für den Eden-Betrieb, angefangen von Briefköpfen bis zum Verpackungsdesign der Produkte, der Schriftzug der „Edener Mitteilungen“ ist auf seinen Entwurf zurückzuführen und er gestaltete Plakate zu Vorträgen, Konzerten und Festen.

 

1931 endete seine freiberufliche Künstlertätigkeit und er nahm eine feste Anstellung bei den Eden-Betrieben als Leiter der Leergutabteilung in der Obstverwertung an.

Fritz Mittelstädt war kein politisch denkender, sondern ein religiös bestimmter, im christlichen Glauben fest verwurzelter Mensch, nicht zu beirren im Wechsel der Zeiten. Zu keiner Zeit gehörte er einer Partei an. Er starb am 13. Oktober 1975.