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Anna Rubner

Anna Rubner

 

Anna Rubner

26.09.1883 - 21.04.1968

Anna Juliana Marianne Szombathy, genannt Rubner, wurde am 26. September 1883 in Wien geboren. Anna Rubner absolvierte die Staatliche Schauspiel-Akademie und erlernte sicherheitshalber gleichzeitig den Schneiderberuf. Sie erhielt Engagements in Troppau, Linz und Salzburg, jeweils für ein Jahr. Es folgten Engagements in Hamburg, Wien, Breslau und Berlin.

 

Sie hatte in Berlin Kontakt zum linken Flügel des 1894 gegründeten BDF (Bund Deutscher Frauenvereine) und hielt zur sozialen Lage  von Schauspielerinnen in der Berliner Philharmonie eine aufrüttelnde Rede, die sie in mehreren deutschen Städten wiederholte.

 

1915 wurde sie in Eden ansässig. Nach dem Ersten Weltkrieg richtete sie in Oranienburg regelmäßige Vorstellungen mit engagementslosen Schauspielern ein. Und die Künstler, durch den Krieg schwer geschädigt und gehemmt, bekamen neues Können, neue Zuversicht und damit wieder angemessene Engagements.

 

1928 wurde in Eden eine Arbeitsgemeinschaft “Laienspiele” ins Leben gerufen, die sich aus kleinen Anfängen seit 1915 unter der Leitung von Anna Rubner entwickelt hatte. Nach zweijähriger systematischer Arbeit war die Gruppe, zur Einweihung des Edener Saales 1930, spielfähig. Anna Rubner hat mit der „Edener Heimatbühne“ bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges 158 Stücke in 317 Aufführungen inszeniert.

 

Werke von Aischilos über Shakespeare, Calderon, Moliere und Goldoni zu Goethe, Schiller und Lessing, Grabbe und Grillparzer sowie Nestroy, die französischen Lustspiele, die deutschen Massenfabrikate der Jahrhundertwende, Ibsen, Björnson, Strindberg, Hauptmann und Maeterlinck, Tolstoi und Gorki und Hans Sachs mit seinen Schwänken gehörten zum Repertoire der “Edener Heimatbühne“.

 

Während des Zweiten Weltkrieges war Anna Rubner als Regisseurin und Schauspielerin am Hans-Schulze-Studio in Wilmersdorf tätig.

 

Unmittelbar nach Beendigung des Krieges nahm sie in Eden die Kulturarbeit wieder auf. Vom Volksbildungsamt bekam sie den Auftrag, eine Anzahl Künstler aller Art, die der Krieg weit zurückgeworfen hatte, wieder berufsfähig zu machen. Aus diesen und ehemaligen Spielern der „Edener Heimatbühne“ wurde eine Gastspielgruppe gebildet, die von 1946 bis 1947 als “Künstlergemeinschaft Oranienburg” in Dörfern und Städten auftrat. Anna Rubner war in der Zeit danach bis zu ihrem Tod im Jahr 1968 künstlerische Leiterin der „Edener Heimatbühne“.